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Einmal im Jahr geht der IHC für mehrere Tage auf "Unternehmerreise". Gemeinsam schauen wir uns an, wie Unternehmertum in anderen Regionen unseres Landes und Europas betrieben wird. Wir besuchen Unternehmen und lassen uns von Experten wirtschaftliche Probleme und Lösungen erläutern. Natürlich kommen auch Kultur und Kulinarik nicht zu kurz. Beim Reiseziel wechseln sich In- und Ausland ab. Unter dem Strich bleiben zahlreiche Anregungen für eigenes Handeln und Denken.

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Die Ziele in den vergangenen 20 Jahren waren
  • Mecklenburg/Vorpommern 2004
  • Budapest 2005
  • Ostfriesland 2006
  • Krakau 2007
  • München 2008
  • Bologna 2009
  • Würzburg 2010
  • Wien 2011
  • Saarland 2012
  • Brüssel 2013
  • Dresden 2014
  • Lissabon 2015
  • Lübeck 2016
  • Lausitz 2018
  • Elsass 2019
  • Hamburg 2021
  • Freiburg 2023
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Einen kleinen Einblick, wie eine solche Abreise abläuft, können Sie in diesem Video bekommen. Das Video wurde von uns im Jahr 2023 auf der Reise nach Freiburg erstellt<br /><b>Länge: 2:32 Minuten</b>
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Meldungen zu vergangenen Unternehmerreisen

Unternehmerreise in die Region Freiburg i.Br.: Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit
Nach einem Jahr Pause war es endlich wieder soweit: Die IHC-Spezialität: „Unternehmerreise“ startete am letzten Septembertag 2023. Diesmal erkundeten über 20 IHC-Mitglieder und -Gäste, wie man im Freiburger Gebiet Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit realisiert. Die Region ist zu Recht einer der Vorreiter dabei in Deutschland. 1. Tag Unsere Anreise mit der Bahn bildete zumindest schon den passenden Auftakt, wenn auch mit DB-typischer vierzigminütiger Verspätung. Detlef Ehleben hatte in bewährter hervorragender Weise nicht nur das stramme und informative Reiseprogramm organisiert, sondern auch ein zentral gelegenes Hotel der kurzen Wege ausgesucht. Steffen Ries von der Innovation Academy e.V., einem gemeinnützigen Verein, der Exkursionen, Seminare und Projekte... mehr»
Lutz Lehmann / 09.10.2023   
Unternehmerreise Hamburg: Transport und Logistik
Am frühen Donnerstagmorgen, dem 14.10.2021, machten sich 23 IHC-Mitglieder und Wirtschaftsjunioren – die meisten mit dem Zug - auf den Weg nach Hamburg. Transport und Logistik lautete die Überschrift – ein zentrales Thema für die Hansestadt Hamburg als „Tor zur Welt“. Dazu leistete Professor Jan Ninnemann, ausgewiesener Spezialist dafür und Präsident der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (DVWG), mit seinem lebendigen Vortrag „Seelogistik und Strategie“ eine eindrucksvolle Einführung mit vielen Fakten, Zusammenhängen, der internationalen Wettbewerbslage und ihrer Entwicklung. Er legte nüchtern den Finger in die Wunden, um den schweren Weg, den Hamburg als Hafen und damit auch als Stadt vor sich hat, deutlich... mehr»
Lutz Lehmann / 17.10.2021   
Unternehmerreise ins Elsass: Europäische Zusammenarbeit und Region
24 Clubmitglieder, ihre Partner und Wirtschaftsjunioren bestiegen am Morgen des 03.10.2019 den Bus, um Region und Wirtschaft des Elsass näher kennenzulernen. Das Typische begann schon beim Mittagsimbiss: Im Restaurant A la Couronne in Soufflenheim wartete u.a. die berühmt-berüchtigte Enten- und Gänseleber und Elsässischer Wurst- und Käse-Salat auf uns. So gestärkt lernten wir die Arbeit in der 15-Mann-Keramikwerkstatt bei Siegfried Burger kennen, eine von weit über zehn in Soufflenheim. Alles Handarbeit mit jahrzehntealter Tradition, spezialisiert auf Keramik zum Kochen und Backen. Die Anreise in Strasbourg zum Innenstadt-Hotel Maison Rouge barg einige unvorhergesehene Hindernisse: Zum Hotel führte keine befahrbare Straße, der Feierabendverkehr, viele Einbahnstraßen... mehr»
Lutz Lehmann / 06.10.2019   
Unternehmerreise Cottbus – Spreewald – Lausitz: Energieversorgung und Region
Am Mittwoch, dem 03.10.2018, flogen 23 IHC-Mitglieder von Köln nach Berlin, um sich dort in den Schoß eines modernen Busses zu begeben, der mit seinem Fahrer Christian Schmidt uns die gesamte Reise zuverlässig und äußerst angenehm begleitete. Auf dem Schönefelder Flugfeld grüßte uns die „Super-Investition“ des neuen Berliner Flughafengebäudes, dann ging es zu einer Kahnfahrt in den Spreewald. Egal, wie angespannt oder aufgeregt man diese antrat – danach war man entschleunigt und hatte den Genuss der Landschaft inhaliert. Höchstens die Regentropfen auf den letzten 30 Metern störten, aber schnell waren alle wieder im Bus auf dem Weg in das rundum sehr... mehr»
Lutz Lehmann / 06.10.2018   
Unternehmerreise in die Region Freiburg i.Br.: Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit

Nach einem Jahr Pause war es endlich wieder soweit: Die IHC-Spezialität: „Unternehmerreise“ startete am letzten Septembertag 2023. Diesmal erkundeten über 20 IHC-Mitglieder und -Gäste, wie man im Freiburger Gebiet Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit realisiert. Die Region ist zu Recht einer der Vorreiter dabei in Deutschland.

1. Tag

Unsere Anreise mit der Bahn bildete zumindest schon den passenden Auftakt, wenn auch mit DB-typischer vierzigminütiger Verspätung. Detlef Ehleben hatte in bewährter hervorragender Weise nicht nur das stramme und informative Reiseprogramm organisiert, sondern auch ein zentral gelegenes Hotel der kurzen Wege ausgesucht.

Steffen Ries von der Innovation Academy e.V., einem gemeinnützigen Verein, der Exkursionen, Seminare und Projekte zum Thema nachhaltige Entwicklung gestaltet und organisiert, führte uns am ersten Tag durch die Freiburger Altstadt und erläuterte viele Beispiele einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

Stadtführung

In der vor Menschen wimmelnden Markthalle „Kulinarisch rund um die ganze Welt an einem Ort“ empfingen uns Street-Food Angebote verschiedener Weltkulturen, die unsere Teilnehmer je nach Gusto für ein Mittagessen wählten.

Im ältesten deutschen Gasthaus „Zum roten Bären“ gab uns Alwin Wagner, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein, einen Einblick in die Wirtschaftsstruktur der Region und scheute sich auch nicht vor kritischen und tiefergehenden Fragen.

 

In seinen Antworten zeigten sich dann zum Teil Unterschiede gegenüber der Herangehensweise der Bonner IHK. Die Rücklagen waren und sind z. B. alle zweckgebunden, so dass sie nicht aufgelöst werden mussten; der „Freundeskreis der Wirtschaftsjunioren“ – mit dem IHC vergleichbar – mit über 400 Mitgliedern wird unterstützt.

In der gemütlichen Atmosphäre der Gaststätte schmeckte das vorbereitete regionstypische Menü hervorragend.

 

 

2. Tag

Der Sonntag begann mit einem Ausflug zum Vitra Campus in Weil am Rhein. Carol Bandmann führte uns mit Verve durch das Betriebsgelände, in dem alle Gebäude – vom Museum über die (ehemalige) Betriebsfeuerwehr bis zum Conference Center und den Produktionshallen – jeweils namhafte Architekten aus vielen Ländern konzipierten.

Besonders staunten alle über das sich bei Regen automatisch absenkende Dach über die Verbindung zweier Hallen.

Den eindrucksvollen Architekturrundgang konnten wir mit dem Besuch des Vitra Design Museums abschließen, in dem die zum Teil weltbekannten Möbel und ihre Designer vorgestellt werden.

Am Nachmittag folgte der Besuch der Badischen Staatsbrauerei Rothaus in Grafenhausen am Schluchsee, der auf 1.000 m Höhe höchstgelegenen Deutschen Bierbrauerei.

Rothaus

Leider ruhte verständlicherweise am Sonntag die Produktion. Trotzdem vermittelten Führung und begleitende Filme einen realistischen Eindruck der Bierbrauerei mit einigen Besonderheiten und vielen Fakten und Zusammenhängen, auch zur Nachhaltigkeit und Regionalität der Produktionsweise und Zutaten.

 Rothaus3

Besonders stolz ist man – neben einer in Deutschland einmaligen Technologie für den Alkoholentzug alkoholfreier Biere – auf die Flaschensortieranlage, die die Kosten für die Frankfurter Flaschenbörse erspart. Darüber hinaus bietet sie noch gewinnbringende Dienstleistungen für andere Brauereien. Das Abendessen im Brauereigasthof bescherte uns regionaltypische Kost, von der Maultasche bis zum badischen Kartoffelsalat. Und wir konnten selbst Bier zapfen, so viel wir wollten – für Viele eine neue Erfahrung, die heimliche Sehnsucht nach Wiederholung entstehen ließ.

 

3. Tag

Steffen Ries von der Innovation Academy e.V. führte uns auch am Montag, diesmal zuerst zum neuen Plusenergie-Rathaus von Freiburg und danach zum Vorzeigestadtteil Vauban, der unter den Aspekten Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Verkehrsreduzierung mit großer und wirksamer Bürgerbeteiligung entstand. Das Rathaus zeigte die guten Möglichkeiten auf, mit einer ganzen Reihe aufeinander abgestimmter und intelligenter Maßnahmen ein großes Verwaltungsgebäude energieneutral zu gestalten.

Rathaus

Der autoreduzierte Stadtteil Vauban, in dem Bürgerengagement, Bauen in der Gemeinschaft und umweltbewusstes Leben großgeschrieben werden, ist sicher nicht für Jeden ein idealer Wohnort. Für Viele ist das grüne Quartier mit 5.600 Einwohnern aber attraktiv mit viel Grün, bezahlbarem Wohnraum, Zusammenleben von Alt und Jung, verkehrsberuhigt und trotzdem verkehrstechnisch bestens erschlossen. Viele Wohngebäude entstanden in Baugemeinschaften der Bürger und Niedrigenergiebauweise. Flexible Raumgestaltungsmöglichkeiten sowie Wohnen und Arbeiten unter einem Dach spielten schon bei der Errichtung vor über 15 Jahren eine Rolle.

Der Nachmittag gehörte einem der Aushängeschilder der Region, dem Wein. In der Winzergenossenschaft Wolfenweiler eG in Schallstadt führte uns Jessica Janke, Baden-Württembergs einzige „German Wine Professional“, mit großem Wissen in viele Details des Weinanbaus und insbesondere bei der Weinprobe mit sechs Sorten in die Sensorik des Weins ein.

Wolf1

Die rege Beteiligung mit vielen Fragen lag weniger am Alkohol der Proben als an den interessanten Einblicken, die uns Frau Janke engagiert gab.

Wein

Das ließ uns auch verschmerzen, nicht den Keller besichtigen zu können. Durch die aktuelle Weinlese und die damit verbundene Arbeit und Gärprozesse wären die Gesundheitsrisiken in den Arbeitsräumen zu groß für uns. Die gewonnenen Überzeugungen zu den Weinen „mit dem Wolf“ ließen zum Abschluss viele Teilnehmer in der Vinothek zuschlagen.

Zum Abendessen suchten die IHC’ler verschiedene Freiburger Restaurationen auf. Die Stadt hat viele traditionelle Häuser zu bieten.

Essen

 

4. Tag

Der letzte Tag gehörte der nachhaltigen Energieerzeugung. Erhard Schulz von der Innovation Academy e.V., einer der Pioniere dafür in der Region, zeigte uns als Erstes in Emmendingen ein stromerzeugendes Wasserkraftwerk im Eigentum einer Bürgergemeinschaft.

Wasserkraftwerk

Die rund 100 Jahre alte Energieerzeugung wurde durch sie reaktiviert, restauriert und modernisiert und liefert nun für viele Wohnungen und Einrichtungen der Gegend den Strom. Leider war der wasserführende Kanal gerade für Reinigungsarbeiten trocken gelegt, so dass es nicht in Betrieb und die neu gebaute Fischtreppe trocken gefallen war.

Danach ging es zu einer Biogasanlage in der Gemeinde Freiamt im Kreis Emmendingen, die Wärme für die umliegenden Gehöfte, eine Schule und das örtliche Kurhaus liefert. Die 80 ha Land des eigenen Bauernhofes inkl. Wald dienen „nur noch“ zur Gewinnung der Biomasse für die Gasgewinnung.

Biogas

Den Abschluss bildete die Besichtigung eines Windrads (von Enercon – das Unternehmen aus Aurich hatten wir 2006 besucht) auf den Schwarzwaldhöhen, das in Form einer GmbH & Co. KG mit über hundert Kommanditisten geführt wird. Erhard Schulz ist einer davon.

Windrad1 Windrad2

Zwischen Antragstellung und Fertigstellung lagen 12 Jahre Kampf. Die Anlage mit einer Investitionssumme von 5 Mio. €, davon 30% Eigenmittel, produziert eine Strommenge, die für mehrere hundert Haushalte reicht, und wirft – gemessen an der angegebenen Gewerbesteuerhöhe – bei rd. 1 Mio. € Umsatz rd. 200 T€ Gewinn ab. Auch die umliegenden Windräder gehören in der Regel den in der Nähe wohnenden Bürgern.

Die anschließende Vesper in einer alten Wassermühle mit vielen selbst produzierten Lebensmitteln – vom Brot über Wurst und Schinken bis zu Marmelade und Most – bleibt als besonderer Leckerbissen im Gedächtnis. 

Vesper

Für uns nahm der Bauer sogar die Schwallmühle in Betrieb.

Der IHC-Vorstand nutzte die Vesper als Gelegenheit, Detlef Ehleben als Organisator der Unternehmerreise im Namen aller Teilnehmer herzlich und mit einem Präsent für vier tolle Tage zu danken, bei denen auch das Wetter gut mitspielte.

Detlef

Was sich wie ein roter Faden durch alle Erläuterungen erfolgreicher nachhaltiger Projekte zog, war etwas, bei dem in unserer Region – vorsichtig ausgedrückt – wohl noch erhebliche Luft nach oben besteht: Die Einbindung der Betroffenen, insbesondere der Bürger, von Anfang an, und zwar bottom up. Nicht als Feigenblatt im top down-Verfahren, wenn im Prinzip schon alles entschieden ist und Änderungswünsche eher als lästig angesehen werden, sondern mit echter konstruktiver Mitwirkung der Betroffenen von der Konzeptphase an. Die Identifizierung der Bürger mit den Lösungen, in denen sie ihre Ideen wiederfinden, ist dann eine ganz andere, wie die Freiburger Beispiele zeigten; besonders, wenn sie sich zusätzlich als Miteigentümer auch finanziell engagieren können.

Die Zugrückfahrt am Nachmittag – mit diesmal nur der halben Verspätung – gab Gelegenheit zu einer ersten Erholung vom durchaus strammen Programm und dem Austausch der Eindrücke und Gedanken in bester Netzwerkmanier. Einig war man sich, eine sehr gelungene, informative und bestens organisierte Unternehmerreise zum Thema Nachhaltigkeit mitgemacht zu haben.

Rothaus4

Das verband sich mit der Vorfreude auf die Unternehmerreise 2024, die in ein Ziel im EU-Ausland führen soll. Interessenten sollten immer mal wieder auf die IHC-Homepage schauen. Dort wird die Reise angekündigt, wenn Region und Zeit feststehen. Gern kann man sich auch schon vorab als Interessent unter info@ihc-bonn.de registrieren.


siehe: 30.09.2023: Unternehmerreise
Lutz Lehmann / 09.10.2023   
Unternehmerreise Hamburg: Transport und Logistik

Am frühen Donnerstagmorgen, dem 14.10.2021, machten sich 23 IHC-Mitglieder und Wirtschaftsjunioren – die meisten mit dem Zug - auf den Weg nach Hamburg. Transport und Logistik lautete die Überschrift – ein zentrales Thema für die Hansestadt Hamburg als „Tor zur Welt“.

Dazu leistete Professor Jan Ninnemann, ausgewiesener Spezialist dafür und Präsident der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (DVWG), mit seinem lebendigen Vortrag „Seelogistik und Strategie“ eine eindrucksvolle Einführung mit vielen Fakten, Zusammenhängen, der internationalen Wettbewerbslage und ihrer Entwicklung. Er legte nüchtern den Finger in die Wunden, um den schweren Weg, den Hamburg als Hafen und damit auch als Stadt vor sich hat, deutlich zu machen. Die Reisegruppe bedankte sich mit einem kleinen Geschenk, das auch – leider unheilvolle – Beziehungen zum Wasser hat: mit zwei Flaschen Flutwein.

Ninnemann

Danach folgte ein Besuch im Hamburger Michel, der Hauptkirche St. Michaelis und ein Hamburger Wahrzeichen. Michelkantor Jörg Endebrock erläuterte uns nicht nur mit Worten, sondern vor allem mit seinem Spiel sehr eindrucksvoll die vier Orgeln des Sakralbaus. Das Staunen über die Vielfalt und Rafinesse der Orgeln und ihrer Ausdrucksmöglichkeiten mit ihrer schier unendlichen Anzahl von Registern war in unseren Gesichtern abzulesen.

Michel

Ein gemeinsames Abendessen führte uns in eine Hamburger Fischerstube mit urig-nautischem Flair.

Der nächste Tag begann in der Handelskammer mit einem Vortrag über Hamburgs zukünftige Herausforderungen – verständlicherweise dominiert von der Entwicklung des Hamburger Hafens als Wirtschaftsfaktor Nummer eins. Andreas Müller von der Abteilung Verkehr und Hafen ergänzte damit gut die Vortagsausführungen von Professor Ninnemann. Deutlich wurde dabei allerdings, dass ein realistisches Entwicklungskonzept für Hamburg als Hafen, Wirtschaftsstandort und Stadt noch sehr im Nebel liegt. Auch bei Andreas Müller bedankten wir uns mit Flutwein.

HK HH

Einen tiefen Einblick in die Geschichte Hamburgs gab am Nachmittag Stadtführer Thies Unger, der uns - gespickt mit vielen Annekdoten - von der Siedlungsgründung über die Börse (das heutige Rathaus), die ursprünglichen Häfen und Speicher, den alten Elbtunnel bis hin zu den Landungsbrücken die Entwicklung der Hansestadt nahe brachte. Im ehemaligen Kesselhaus der Speicherstadt verdeutlichte ein großes Modell die bisherige und künftige Bebauung und Erschließung der Hamburger Hafencity. Die Landungsbrücken waren danach Ziel für das Abendessen in einem Hamburger Brauhaus.

HH Rathaus

Der Samstag war wieder Industrie und Verkehr gewidmet. Am Vormittag konnten wir nach einer Anreise per Schiff bei einer sehr sachkundigen Führung das Airbuswerk in Hamburg-Finkenwerder kennenlernen. Alles über Flugzeuge, ihre Herstellung, die Entwicklung des Industriestandortes Finkenwerder und die Logistik des Konzerns.

Airbus

Der Nachmittag gehörte der Seefahrt. Mit dem Bus ging es - nach einem Kurzbesuch im Hafenmuseum mit dem Salpetersegler „Peking“ - zu zwei Containerterminals, einem der ältesten und dem modernsten. Thies Unger konnte die Technik und Logistik sowie die Unterschiede zwischen den beiden Terminals plastisch erläutern. Dabei half die ausführliche Beobachtungsmöglichkeit des Be- und Entladens der an den Kais liegenden Schiffe.

Segler

Am Sonntag konnten wir vor der Rückfahrt noch das Gewürzmuseum Spicys in der Hamburger Speicherstadt besuchen. Hamburg war für Gewürze einer der größten Umschlagplätze weltweit. Nicht nur die große Anzahl von Exponaten aus aller Welt verdeutlichte die fast unendliche Vielfalt an Gewürzen, ihre Wirkungen sowie ihre Gewinnung und Herstellung. Auch mit einem sehr sachkundigen kleinen Vortrag bei Zimtkaffee und Butterkuchen brachte uns eine Museumsmitarbeiterin einige Gewürze nahe und vermittelte vielen von uns tieferes Wissen – was gleich zum Kauf im Museumslädchen genutzt wurde.

Gewürzmuseum

Es war wieder eine intensive und abwechslungsreiche Unternehmerreise, in bewährter Form von unserem Schatzmeister Detlef Ehleben organisiert, bei dem sich die Teilnehmer mit großem Beifall herzlich bedankten.

Gruppe

Lutz Lehmann / 17.10.2021   
Unternehmerreise ins Elsass: Europäische Zusammenarbeit und Region

24 Clubmitglieder, ihre Partner und Wirtschaftsjunioren bestiegen am Morgen des 03.10.2019 den Bus, um Region und Wirtschaft des Elsass näher kennenzulernen. Das Typische begann schon beim Mittagsimbiss: Im Restaurant A la Couronne in Soufflenheim wartete u.a. die berühmt-berüchtigte Enten- und Gänseleber und Elsässischer Wurst- und Käse-Salat auf uns.

So gestärkt lernten wir die Arbeit in der 15-Mann-Keramikwerkstatt bei Siegfried Burger kennen, eine von weit über zehn in Soufflenheim. Alles Handarbeit mit jahrzehntealter Tradition, spezialisiert auf Keramik zum Kochen und Backen.

Keramik

Die Anreise in Strasbourg zum Innenstadt-Hotel Maison Rouge barg einige unvorhergesehene Hindernisse: Zum Hotel führte keine befahrbare Straße, der Feierabendverkehr, viele Einbahnstraßen und „französisches les affaires“ der Fußgänger und Radfahrer stellten die Nerven unseres Busfahrers, Herrn Klee, auf eine harte Probe. Als nach über einer Stunde Irrfahrt wegen einer Sperrung nichts mehr ging, legten wir die verbliebenen 800 m zum Hotel zu Fuß zurück, einige liefen auch mehr. Das Hotel entschädigte für den Unbill, erst recht das Abendessen im Restaurant Schnockeloch mit Elsässer Schinkeneisbein.

Abends

Am nächsten Morgen schilderte uns Frau Mollet aus der IHK Südlicher Oberrhein mit Akribie und breitem Wissen die deutsch-französisch-schweizerische Zusammenarbeit in der Wirtschaft der Trinationalen Metropolregion Oberrhein. Ob grenzüberschreitende Ausbildung, sektorenübergreifende Netzwerke und Cluster, Probleme und Einflussnahmen zum französischen Entsendegesetz oder andere Zusammenarbeiten – die Leiterin des Geschäftsbereiches International bei der IHK beeindruckte mit der Vielfalt der gelebten internationalen Beziehungen.

Nächste Station war der Besuch des Europaparlaments.

Euro1 Euro2

Reiseführer Michel Schirck outete sich als leidenschaftlicher Europäer und glänzte mit Witz, Menschlichkeit und schier unendlichem Wissen. Das bewies er auch bei der anschließenden Führung durch Strasbourg. Mit dem Maison Lorho beherbergt es übriges Frankreichs besten Käseladen, ausgezeichnet mit dem Bocuse Kragen.

Käse2

Ein Flammekeuche-Essen im Keller des Au Brasseur beschloss den Rundgang. Der Abend war warm genug, um individuell die Strasbourger Altstadt und ihre vielen Lokale weiter zu erkunden.

Am Samstag stand Mulhouse auf dem Plan, Reiseleiter Gaétan Liss brachte uns die alte Industriestadt mit ihren historischen Besonderheiten näher und führte auch durch das weltgrößte Automobilmuseum der Brüder Schlumpf.

Schlumpff

Unvergesslich bleibt der Mittagsimbiss bei einem Käseproduzenten in der Mulhouser Markthalle.

Käse

Der Elsass ist Weingegend – das konnten wir auch auf dem Rückweg bei der Kellerführung beim Winzer Jean Dietrich erleben und bei der anschließenden Weinprobe vertiefen...

Bei der Rückfahrt am Sonntag legten wir einen Zwischenstopp bei der Fertighaus-Firma WeberHaus direkt neben der französischen Grenze ein. Werksbesichtigung und ein Rundgang durch den Infotainmentpark World of Living waren der letzte Höhepunkt der Reise. Denn die Busfahrt nach Bonn konnte man leider nicht als Höhepunkt bezeichnen – Stau und Umwege ohne Ende. Unser Busfahrer ließ sich nicht beeindrucken und fand immer wieder neue Umgehungen.

Nicht nur Herr Klee, unser Busfahrer, sondern auch Detlef Ehleben empfing wieder einmütig verdienten Beifall der Reisegruppe für seine bestens funktionierende Reiseorganisation.

Lutz Lehmann / 06.10.2019   
Unternehmerreise Cottbus – Spreewald – Lausitz: Energieversorgung und Region

Am Mittwoch, dem 03.10.2018, flogen 23 IHC-Mitglieder von Köln nach Berlin, um sich dort in den Schoß eines modernen Busses zu begeben, der mit seinem Fahrer Christian Schmidt uns die gesamte Reise zuverlässig und äußerst angenehm begleitete. Auf dem Schönefelder Flugfeld grüßte uns die „Super-Investition“ des neuen Berliner Flughafengebäudes, dann ging es zu einer Kahnfahrt in den Spreewald. Egal, wie angespannt oder aufgeregt man diese antrat – danach war man entschleunigt und hatte den Genuss der Landschaft inhaliert.

Kahn

Höchstens die Regentropfen auf den letzten 30 Metern störten, aber schnell waren alle wieder im Bus auf dem Weg in das rundum sehr zufriedenstellende Radisson Blue-Hotel am Cottbusser Bahnhof. Der Abend klang mit einem gemeinsamen Buffet in einem für uns hergerichteten Hotelraum harmonisch aus.

Der Donnerstag begann mit einer Führung durch das Branitzer Schloss von Fürst Pückler, dem „Selfemade“-Parkgestalter von Bad Muskau, der im Alter in Branitz eine weitere beeindruckende Parklandschaft schuf. Viele interessante Details zu seinem Leben und Wirken als eine mit Königen verkehrende Persönlichkeit seiner Zeit erstaunten uns.

Branitz1   Branitz4

Danach erläuterte uns Herr Bethke, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, die wirtschaftlichen Gegebenheiten des Kammerbezirks. Erstaunen rief dabei die Leistung hervor, trotz Wegfall von über 100.000 Arbeitsplätzen in der Braunkohleförderung und -verstromung sowie in der Textil- und Glasindustrie seit der Wende heute eine Arbeitslosenquote von nur 6,3 % ausweisen zu können. Trotzdem wurden auch die enormen Transformationsaufgaben deutlich, die durch die Reduzierung von Braunkohleabbau und -verstromung in den nächsten Jahrzehnten noch in der Region zu bewältigen sind.

Ein gemeinsames Mittagessen in der Spreewehrmühle und eine Stadtführung durch Cottbus rundeten den Tag ab.

Der Freitag war dem Kennenlernen der wohl in der Region wichtigsten Industrien gewidmet. Immerhin deckt das Lausitzer Revier mit seinem Kohleabbau und der Verstromung rd. 10 % des Strombedarfs Deutschlands ab. Die Führung durch das Braunkohlenkraftwerk Schwarze Pumpe hat einige IHC-Mitglieder sehr nachdenklich über die aktuelle Energiepolitik werden lassen. Schornsteine sucht man heutzutage vergeblich, die modernen Rauchgasreinigungen lassen im Wesentlichen nur noch Wasserdampf aus den Kühltürmen entweichen. Der Wirkungsgrad eines solchen modernen Kraftwerkes ist höher, als z. B. der Wirkungsgrad eines Benzinmotors. Im Gegensatz zu Windkraft und Solarenergie sichert die Kohleverstromung unsere Grundlastversorgung. Die bundesweite Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist zu einem großen Teil dem Neubau und der Ertüchtigung der Braunkohlenkraftwerke zu verdanken. Die problemlos abbaubaren Braunkohlenvorräte des Lausitzer Reviers von über 4 Mrd. t sind ein Vielfaches der historisch bisher abgebauten Menge und reichen noch für viele Jahrzehnte. Während hier in etwa 2 Jahrzehnten die Lichter ausgehen sollen, erschließt Polen nur 35 km weiter neue Kohlevorkommen und baut zwei Kohlekraftwerke.

Kraftwerk Kraftwerk1

Nach dem Essen in der Kantine des 20 Jahre alten Kraftwerkes besichtigten wir die mit 502 m Länge, 204 m Breite und über 80 m Höhe größte fahrbare Arbeitsmaschine der Welt, die Abraumförderbrücke F60 in Lichterfeld. Dabei lernten wir vor allem Einiges über die Technik des Braunkohlenabbaus. Von der Höhe des Kolosses aus konnten wir auch die Renaturierung des stillgelegten Tagebaus bestaunen. Ein großer See lädt bereits jetzt zum Baden ein und wird Teil der großen Lausitzer Seenlandschaft werden.

Förderbrücke

Durch kleine Organisationsänderungen gelang es Detlef Ehleben, unserem zu Recht allseits gelobten Reiseleiter, danach - auf vielfachen Wunsch – uns zum Branitzer Park zurückzuführen und vor dem Essen im Park die Ruhe und Harmonie der Natur und natürlich die Wasser- und die Landpyramide zu genießen und bestaunen. Das Kavaliershaus im Park hatte dann für uns extra länger geöffnet und uns hervorragend zum Abendbrot bewirtet. Michael Firmenich nutzte das Beisammensein, um im Namen der Reisegruppe Detlef Ehleben ausdrücklich zu danken, denn die ganze Reise wurde von ausnahmslos allen Teilnehmern als eine hervorragend organisierte, harmonische und „runde“ Sache empfunden.

Branitz2 Branitz3

Am Samstag machten wir uns dann mit einer weiteren Spezialität der Region vertraut, der Spreewaldgurkenproduktion. Im Unternehmen Spreewald-Rabe gab es nicht nur eine Führung durch die Produktion, sondern auch, unterstützt durch einen Film, ausführliche Erläuterungen der verschiedenen Gurkensorten, anderer Saisonprodukte und ihrer unterschiedlichen Herstellungs- und Konservierungsverfahren. Bemerkenswert war, dass sowohl alle Gurken als auch alle Kräuter aus dem Spreewald kommen und hier verarbeitet werden und so die regionale und geschützte Dachmarke des Spreewaldvereins unterlegen. Die diesjährige Hitze hat zu einer besonders reichen Ernte geführt – nicht alle klagen also über die Temperaturen. Eine Verkostung verschiedener Gurkensorten rundete die Führung ab.

Gurken

Auf dem Rückweg zum Flughafen in Berlin blieb noch Zeit für einen kleinen Abstecher nach Potsdam, wo wir bei schönem Wetter zwei Stunden das Flair des Holländerviertels genießen konnten. Abenteuerlich gestaltete sich die Fahrt durch Berlin zum Flughafen. Durch zahlreiche Straßensperrungen entfaltete sich ein Megastau in Richtung Tegel. Unser einheimischer Busfahrer verstand es, mit seiner hervorragenden Ortskenntnis über andere Wege am Stau vorbei und pünktlich zum Flughafen zu fahren. Wie während der ganzen Zeit: eine reife Leistung von ihm, die auch bei seiner Verabschiedung gewürdigt wurde.

Alle Reisenden zeigten sich hochzufrieden mit der diesjährigen Unternehmereise, bei der ein intensives Programm mit vielen Industriebesichtigungen und Kulturhighlights dank Detlef Ehelebens Organisation, unterstützt durch die art cities Reisen Konstanz, souverän bewältigt wurde.

Lutz Lehmann / 06.10.2018